Sisikon am Urnersee
(oberer Teil des Vierwaldstättersee) ist der Start
dieser wundervollen Biketour in der Innerschweiz. Sisikon liegt
an der Axenstrasse zwischen Brunnen und Flüelen und ist auch
sehr gut mit dem Zug zu erreichen. Zuerst geht es auf der Asphaltstrasse
ins idylische Riemenstaldental zum Dorf Riemenstalden hoch . Vom
Dorf Riemenstalden geht es immer weiter der Strasse folgend nach
Chäppeliberg bei der Luftseilbahn vorbei bis zum Staffel (Kirchenrüti).
Ab Kirchenrüti wechselt die Strecke auf Naturstrasse und man
fährt noch gut 300m bevor es heisst das Bike zu stossen oder
tragen. Dieses steile Teilstück bis zum Wegkreuz beträgt
etwa 500m oder 15 Minuten. Ab dem Kreuz geht es auf einem gut zu
fahrenden Wanderweg/Transportweg bis zur Goldplangg Höhe auf
1487 Meter. Dieser erste Streckenabschnitt erfordert bereits schon
eine menge Kraft. Sind doch von Sisikon bis zur Goldplang Höchi
mehr als 1000 Höhenmeter zurückzulegen.
Ab der Goldplangg
Höhe führt die Strecke dann flach fallend bis zur Fönenhütte.
Ab der Fönenhütte geht es steiler bergab auf einer erst
vor kurzem frisch erstellten Alperschliessungsstrasse. Die Strecke
führt zur Suterlishütte weiter zur Alp Grinsblacken und
über Frutt bis oberhalb von Hellberg. Ob dem Hellberg rechts
abbiegen und die unterer Strasse Rechts wählen. Diese Strasse
führt praktisch alles im Wald bis Äbnet 880m wo man auf
die Teerstrasse stösst die ins Hürital hochführt.
Der nun folgende
Streckenabschnitt bis zur Chinzig Chulm geht alles bergauf. Deshalb
heisst es den Helm auf den Rucksack aufschnallen und kräftig
wieder in die Pedalen treten. Bis zum Liplisbüel führt
die Strasse praktisch alles im Liplisbüeler Wald hoch. Der
Schatten den die Bäume hier spenden ist an heissen Sommertagen
sehr willkommen. Beim Liplisbüel kann ein kurzer Halt gemacht
werden bei der versteckten heimeligen kleinen Wirtschaft. Dort wird
das "Kaffee Fertig" noch auf einem Holzherd mit Holzeinheizen
erhitzt und den Gästen aufgetischt. Oberhalb des Liplisbüel
geht es eher Flach 1km durch die Alp Grund bevor man den Bach überquert
und die Strasse wieder stärker ansteigt.
Diese
Steigung bis zur Wängi führt mehrheitlich auf Naturstrasse
bergauf. Auf der Alp Wängi fährt man wieder 1000 Meter
flach wo man sich ein wenig erholen kann bevor es dann richtig zur
Sache geht ins Chinzigtal hoch. Die nun folgende Steigung hat es
nämlich in sich. Die Strasse schlängelt sich elegant dem
Hang folgend bis zu den Chinzertal Alpen. Ab den Chinzertal Alpen
gehts Links weg und hinauf nach Bödmer. Hier heisst es sehr
kräftig in die Pedalen treten und man muss wohl die kleinsten
Gänge hervorzaubern. Ab der Alp Bödmer folgt man dem schmalen
Wanderweg. Hier ist Balance und Kraft gefordert. Weniger geübte
Biker werden wohl das Bike schon ab hier schieben. Geübte und
mehr trainierte Waden fahren noch etwa die Hälfte der Strecke
bis zur Chinzig Chulm. Dann heisst es etwa 10-15Minuten Schieben
oder Tragen bis man die Chinzig Chulm erreicht. Dies ist auch der
höchste Punkt unserer Mountainbiketour. Den von nun an geht
es nur noch Downhill.
Deshalb muss man jetzt hart bleiben: Den hier oben würden die
Wanderer mit dem Biker das Sportgerät wohl gerne tauschen.
und den Wanderstock in die Hände der Biker drücken. ;-)
Oben auf der
Chinzig Chulm auf 2073m.ü.M entschädigt das wunderschöne Panorama
der Urner Alpen für jeden Tropfen Schweiss. Die Panoramasicht reicht
vom Clariden und Grossen Windgällen über den Titlis bis zum Uri-Rotstock.
Und in allernächster Nähe stehen Rossstock (2460 m ü. M.), der Fulen
(2491 m ü. M.) und der Spilauerstock (2270 m.ü.M.). Auch steht
oben auf dem Pass eine Gedenktafel die an Gereralissimus Suborof
erinnert. In der kleinen Kappelle hat es auch ein Gipfelbuch (ein
wenig versteckt) wo ein Eintrag gemacht werden kann und die Worte
und Taten anderer Berggänger nachgelesen werden kann.
Hier oben auf
den Chinzig Chulm heisst es Helm auf, den nun geht's bergab. Kurz
unterhalb der Chinzig Kulm nimmt man den Weg rechts Richtung Biel.
Die nun folgende Downhillstrecke ist im obersten Teil recht anspruchsvoll,
aber für den geübte Biker erfordert es nur kurze drei-
viermal absteigen. Ab Stelli ist die Strecke wieder sehr gut zum
fahren. Auf dem Biel beim Restaurant Edelweiss trifft man dann auf
die bestens bekannte Mountainbike-Strecke die vom Klausenpass nach
Eggbergen führt. Man biegt beim Biel rechts ab und folgt dieser
Bikestrecke Richtung Eggbergen.
Der folgende
Streckenabschnitt führt eher flach mit abwechseln auf und ab
und dann noch ein wenig ansteigend bis zum Fleschseeli. Ab dort
geht es weiter Downhill bis nach Eggbergen auf einer sehr schönen
Wegstrecke. Hier ist dem Biker besonders auch Rücksicht auf
Wanderer ans Herz gelegt. Kurz ob der Bergstation der Luftseilbahn
Eggbergen biegt man rechts ab und kommt so in die steile Abfahrt
Richtung Altdorf/Flüelen. Diese Abfahrt führt alles relativ
steil im Wald bis nach 2.5km eine schmale Teerstrasse kommt. Die
Bremsen werden hier auf härteste gefordert, kann man doch nur
selten die Bremshebel in dieser Abfahrt loslassen. Auf der schmalen
gleichmässig abfallenden Teerstrasse fährt man nun exakt
2.3 km bevor man rechts abbiegt Richtung Flüelen. Diese
Abzweigung ist ein wenig versteckt und mit einem Wegweiser signalisiert
mit der Aufschrift Gruonbach / Flüelen SBB. Dieser Streckenteil
führt auf einem recht gut zu fahrenden ca. 1.5m breitem Waldweg
bis zum Gruonbach. Auf der Dammkrone des Gruonbach geht es weitere
500m auf Kiesweg hinunter bis man auf die Axenstrasse trifft.
Als
Variante kann aber auch die ganze restl. Abfahrt auf der Teerstrasse
abwärts gefahren werden und man trifft beim Schützenhaus
auf die Hauptstrasse Altdorf-Flüelen.
Jetzt fährt
man noch entlang des Vierwaldstättersees auf der berühmten
historischen Axenstrasse. Der Schlussabschnitt führt vorbei
bei der geschichtsträchtige Tellsplatte (Wilhelm
Tell) bis nach Sisikon. Der Radweg am steilen Ostufer des Urner
Sees bietet jetzt einen fantastischen tollen Ausblicke auf das glitzernde
Wasser des Vierwaldstättersees und die hoch aufsteigenden Bergflanken
der Urner Berge. Dieser Abschnitt führt durch etliche Tunnels
alles auf dem gut ausgebauten und vom Verkehr abgetrennten Radweg
zum Ziel nach Sisikon. Ziemlich abgekämpft erreicht man Sisikon
wieder, den Ausgangspunkt dieser anspruchsvollen Mountainbiketour.
Ein echtes Bike
Erlebniss mit einer recht harten und absolut abwechslungreichen
Strecke liegt hinter uns. Auch vom landschaftlichen Reiz kann man
bei dieser Tour die Seele wieder voll auftanken. Bei dieser Tour
ist auch anzumerken das die gesamte Strecke sehr verkehrsarm gewählt
wurde und dadurch Natur pur bietet.